
Dacia Striker: Mit der richtigen Konfiguration zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis
(Bildquelle: Dacia Presse - https://presse.dacia.de/der-neue-dacia-striker-das-beste-aus-drei-welten-im-lifestyle-kombi/?lang=deu)
Mit dem Striker schickt Dacia ein Familienauto ins Rennen, das mit 4,62 Metern Länge klar im C-Segment spielt und den Bigster als Kombi-Bruder ergänzt [2]. Dazu eine Antriebspalette vom LPG-Mildhybrid über den Vollhybrid bis zur elektrifizierten Allradversion: Der Striker will offenbar möglichst viele Käufergruppen gleichzeitig ansprechen [2]. Im Online-Konfigurator zeigt sich das in voller Breite – vier Ausstattungslinien, unterschiedliche Motorisierungen und eine lange Liste an Extras sorgen dafür, dass die Entscheidung nicht in fünf Minuten getroffen ist [1]. Wir haben uns die Konfigurationsoptionen genauer angesehen und zeigen, wo sich der Griff zur höheren Ausstattung tatsächlich lohnt – und wo nicht.
Der Einstieg mit dem Essential
Das Basismodell Essential startet bei 21.990 Euro und kommt mit dem Mild-Hybrid-G 140, manuellem Sechsgang-Getriebe und Autogasantrieb [1]. Für den Einstiegspreis ist die Ausstattung durchaus solide: Touchscreen, Rückfahrkamera und Einparkhilfe hinten sind bereits serienmäßig an Bord [1]. Wer allerdings auf eine Klimaautomatik Wert legt, schaut beim Essential in die Röhre – dieses Feature bleibt den höheren Linien vorbehalten [1].
Der Expression als Sprung mit Mehrwert
Für 23.390 Euro steigt man in die Ausstattungslinie Expression ein – ein Aufpreis von 1.400 Euro gegenüber dem Essential [1]. Dafür bekommt man eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, elektrische Parkbremse, eine erhöhte Mittelkonsole und automatisch anklappbare Außenspiegel [1]. Das sind keine spektakulären Features, aber genau jene kleinen Dinge, die sich im Alltag bemerkbar machen – ob bei der Parklücke in der Innenstadt oder an einem heißen Augusttag mit vier Insassen im Auto. Wer den Striker über mehrere Jahre fahren will, dürfte mit dieser Kombination aus Mehrpreis und Mehrwert gut bedient sein.
Die Antriebsfrage entscheidet mit
Neben der Ausstattungslinie ist die Motorwahl der zweite entscheidende Hebel fürs Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Mild-Hybrid-G 140 richtet sich an alle, die auf niedrige Betriebskosten setzen und vom günstigeren Autogas profitieren möchten [1]. Wer sich das Schalten sparen will, kann alternativ zur Automatikvariante greifen [1].
Daneben stehen zwei Vollhybrid-Varianten zur Wahl: der Hybrid 155 mit Vorderradantrieb und Automatikgetriebe sowie der Hybrid 150 4x4 mit Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe [1]. Technisch steckt im Vollhybrid ein 1,8-Liter-Vierzylinder mit 109 PS, dazu zwei Elektromotoren, ein Hochvolt-Startergenerator und eine 1,4-kWh-Batterie – zusammen ergibt das eine Systemleistung von 155 PS, also 114 kW [2][3]. Geschaltet wird über ein kupplungsloses Automatikgetriebe mit vier Gängen für den Verbrenner und zwei Stufen für den Elektroantrieb [2]. Der Allradler ist anders aufgebaut: vorne ein 1,2-Liter-Mildhybrid mit 140 PS und 230 Nm samt Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, hinten ein entkoppelbarer Elektromotor mit 31 PS und 87 Nm – in Summe 150 PS beziehungsweise 110 kW [2][3]. Der Heckmotor lässt sich je nach Fahrmodus vollständig abkoppeln, der Allradantrieb wird also nur bei Bedarf zugeschaltet [3]. Für leichtes Gelände gibt es zusätzlich eine Bergabfahrregelung [3]. Für einen Dacia ist das eine ungewöhnlich breite Auslegung – wie viel davon im Alltag ankommt, muss der erste Test zeigen. Der Hybrid 155 ist ab der Linie Expression bestellbar [1].
Ob sich der spürbare Aufpreis der Hybridvarianten rechnet, lässt sich pauschal nicht beantworten. Entscheidend ist das eigene Fahrprofil: Wer viel im Stadtverkehr mit häufigem Anfahren und Bremsen unterwegs ist, wird vom Hybridantrieb eher profitieren als jemand, der überwiegend Langstrecke auf der Autobahn fährt [1].
Bei Extras selektiv bleiben
Der Konfigurator bietet zusätzlich diverse Extras an, etwa erweiterte Einparkhilfen oder Kofferraumzubehör [1]. Hier lohnt sich ein kritischer Blick: Nicht jede Option, die im Konfigurator verlockend klingt, rechtfertigt auch ihren Aufpreis. Wer die Expression-Ausstattung als ausreichend empfindet, fährt oft besser damit, gezielt ein, zwei sinnvolle Extras zu ergänzen, statt den Fahrzeugpreis mit einer langen Optionsliste in die Höhe zu treiben.
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Was das für den Import nach Österreich bedeutet
Für Käufer:innen in Österreich lohnt zuerst ein Blick auf den heimischen Konfigurator, denn den gibt es bereits: Dacia Österreich listet den Striker Expression Hybrid 155 mit 26.990 Euro brutto, zuzüglich einer Auslieferungspauschale von maximal 300 Euro [4]. Angeboten werden hierzulande die Linien Expression, Extreme und Journey; für den Hybrid 150 4x4 steht noch kein Preis, das Modell ist im Konfigurator aber schon angelegt [4]. Ein direkter Vergleich mit den deutschen 23.390 Euro für die Expression-Linie führt dabei in die Irre: Der österreichische Preis gilt für den Vollhybrid, der deutsche für den Mild-Hybrid – unterschiedliche Antriebe, also keine belastbare Preisdifferenz.
Wichtiger für die Kalkulation ist ohnehin der CO2-Wert, und den nennt der österreichische Konfigurator: 95 Gramm je Kilometer nach WLTP bei einem Normverbrauch von 4,2 Litern [4]. Da sich die NoVA am CO2-Ausstoß bemisst, fällt sie bei diesem Wert niedrig aus – die exakte Höhe hängt von der im Zulassungsjahr gültigen Berechnungsformel ab und gehört vor dem Kauf konkret durchgerechnet. Für die Mild-Hybrid-Variante mit Autogas nennt der Konfigurator bislang keine Werte; dort bleibt die Steuerlast also noch offen.
Da es sich um ein frisch eingeführtes Modell handelt, dürfte zudem die Verfügbarkeit in den ersten Monaten nach Marktstart eine größere Rolle spielen als bei etablierten Dacia-Baureihen. Wer einen Import aus Deutschland erwägt, sollte außerdem wissen, dass sich Ausstattungslinien und Extras zwischen den Märkten unterscheiden können – die im deutschen Konfigurator genannten Preise und Pakete lassen sich nicht automatisch eins zu eins auf das österreichische Angebot übertragen.
Genau an diesem Punkt zeigt sich, warum sich ein genauer Blick vor dem Kauf auszahlt: Welche Ausstattung ist im Zielland überhaupt verfügbar, wie wirkt sich die gewählte Motorisierung konkret auf die NoVA aus, und welche Zulassungsbedingungen gelten tatsächlich? Bei einem neuen Modell wie dem Striker, bei dem für Österreich bisher nur eine Linie ausgepreist ist, lohnt sich diese Abklärung besonders – damit am Ende nicht nur der Konfigurator stimmt, sondern auch die Rechnung nach der Zulassung.
